umgeblättert

Mach es selbst – BuchBerlin2016

Ein Messebericht zur BuchBerlin 2016
 
BuchBerlin –
Buchmesse für Selfpublisher und kleine Verlage
 

Die BuchBerlin ist eine Buchmesse der etwas anderen Art. Sie ist nicht einfach nur eine kleine Version oder Kopie der großen Messen in dem Bereich wie die Frankfurter oder die Leipziger Buchmesse. Sie ist vor allem dazu gedacht, dass sich Selfpublisher und kleine Verlage vorstellen können. Dieses Wochenende, vom 19.-20. November 2016 fand sie in Berlin statt und ich habe sie für mich und euch besucht. Hier wird deutlich, dass jeder Autor werden kann, wenn er möchte und dabei professionell ist. Qualität und Kreativität wird belohnt.

Auf zwei Räumen konnte man sich von Stand zu Stand durchschlängeln und Bücher anschauen sowie darin schmökern. Hier findet man zwar weniger die Bestseller und Bücher von berühmten Autoren, aber gerade das macht für mich den Charme der Veranstaltung aus. Hier gibt es mal Literatur, die man als privater Leser nicht so direkt auf dem Schirm hat. Das könnten quasi die Newcomer 2017 der Buchszene werden, die man selbst schon vorab lesen darf. „Den Autor/ das Buch habe ich schon gekannt, bevor es Mainstream wurde“ könnte man vielleicht später zu den Schreibtalenten der BuchBerlin sagen. So habe ich auch ein paar Bücher entdeckt, die direkt auf meine Leseliste wandern. Ein Schmuckstück habe ich mir sogar mitgenommen: Nietzsche Nackt“.  Worum es geht,
Hier im kleinen Café in Neukölln: Fishtank Café

werde ich euch mal bei einer Buchvorstellung verraten. Der witzige Titel hatte mich als Liebhaberin philosophischer Themen jedoch sofort angesprochen.

Die Idee im Hintergrund der BuchBerlin gefällt mir. Eine kleine Kopie der großen Buchmessen wäre eh nicht sinnvoll. Die Berliner Buchmesse bedient eine Nische und richtet sich so an ein zwar kleineres, aber speziell interessiertes Publikum. Außerdem ist aller Anfang schwer und auch Autor werden, heißt oft erst einmal sich einen Namen machen zu müssen und nicht gleich auf die Bestsellerliste zu gelangen. Selfpublisher haben häufiger ihre Werke ersteinmal nur als E-Books veröffentlicht. Hinter ihren Büchern steht kein Verlag. Diese und auch kleine Verlage konnte man auf der Buchmesse kennenlernen. Gerade jemand, der erst einmal die Buchszene von sich überzeugen muss, kann sich an diese kleinen Verlage wenden. Auch die Verlage selbst können sich so auf solcher Plattform zeigen und von sich überzeugen.
Auf drei Verlage möchte ich euch aufmerksam machen, weil ich finde, dass man sie mal kennen kann, besonders wenn man sich für Bücher interessiert oder sich auch beruflich in dem Feld bewegt. Diese sind mir vor Ort besonders aufgefallen und hängen geblieben sind – wegen der Auswahl ihrer Bücher oder aufgrund ihres Konzepts –
Am Büchertisch vom Verlag 3.0
Das ist zum einen der Verlag 3.0. Hier habe ich mir auch das benannte Buch Nietzsche Nackt von Sara-Marie Sonneberg gekauft. Mir gefiel an dem Verlag die Auswahl an gesellschaftskritischen Büchern, die dann in ihrer Ausdrucksform sehr unterschiedlich sein konnten, zum Beispiel als Romane, Lyrik, Biographien oder Fantasy.
Beim Sujet-Verlag werde ich definitiv mal noch online bestellen. Dieser Verlag wurde von dem Iraner Madjit Mohid in Bremen gegründet. Sujet heißt auf Französisch, aber auch im Persischen Thema und soll darauf hinweisen, dass in dem Verlag Tabu-Themen angesprochen werden. Auf meine virtuelle Leseliste kam da unter anderem das Buch mit witzigen Kurzgeschichten mit dem Titel „Ich bin Ausländer und das ist auch gut so“ von Mahmood Falaki .
Und dann wäre da noch der Periplaneta Verlag. Den kannte ich persönlich schon vorher. Der Berliner Verlag hat außerdem auch ein Literaturcafé, was für die Berliner Buchliebhaber ein Geheimtipp ist. Hier wird zwar kein konkretes Genre oder Thema bevorzugt, doch das macht genau die Vielfalt der Verlags aus. Periplaneta legt dabei dennoch Wert auf Relevanz und Qualität der Bücher.
Solche kleinen Veranstaltungen sind perfekt zum Vernetzen. Man konnte nicht nur persönlich mit Autoren in Kontakt treten, sondern auch Bücher signieren lassen und bei Lesungen Leseproben lauschen. Ich empfehle jedem, der sich für Bücher interessiert und in Berlin wohnt oder der Weg dafür nicht zu weit ist, die kleine Buchmesse mal zu besuchen. Auch Familien kommen auf ihre Kosten. Mir gefiel das breite Angebot an Kinderbüchern, außerdem gab es eine Kinderecke. Hier konnte man zum Beispiel live in Miniaturform sehen, wie der Buchdruck funktioniert.
Et volià mein kleiner kultureller Exkurs mit euch in die Welt der Bücher mit einem Bericht direkt von der BuchBerlin 2016.
Verwendete Literatur und weiterführende Links:
Kommende Buchmesse: Leipziger Buchmesse 23.-26. März 2017
Frankfurter Buchmesse 11.-15.Oktober 2017

Ein Kommentar zu „Mach es selbst – BuchBerlin2016

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