Feuilleton

Herzensgut

Sei gut zu deinem Herzen
Hören wir eigentlich immer auf unser Herz? Hand aus Herz, was will es uns sagen?

Projekt Herz

Wenn wir verliebt sind, haben wir Herzklopfen und Herzrasen. Stehen wir dem Herzmenschen gegenüber, rutscht uns unser Herz auch manchmal förmlich in die Hose.

Haben wir Träume und Wünsche, dann sind es Herzensangelegenheiten. Öfter sollten wir uns ein Herz fassen und unsere Träume Realität werden lassen. Handeln wir nach Gefühl, folgen wir oft auch unserem Herzen. Ist jemand gutmütig, hat er das Herz am rechten Fleck. Jemand gehässiges, bösartiges dagegen scheint kaltherzig. Bei Enttäuschung und Verlust kann es sogar unser kleines Herz brechen.
Es ist unser Taktgeber und unser Zentrum. Heute am 29. September ist Weltherztag, eine ideale Gelegenheit heute sich mit dem Herzen zu beschäftigen. Hier kommt mein Projekt Herz:

Herzensprojekt
Erstaunlich ist die Leistung unseres Herzens, wenn man bedenkt, dass es nur ungefähr so groß wie unsere Faust ist. Die rechte Herzkammer pumpt das Blut über die Pulmonalklappe in die Lungenarterie über Arterien und Arteriolen zu den Kapillaren der Lunge. Versorgt mit Sauerstoff gelangt das frische Blut über Venen und Venolen bis zum linken Vorhof und von dort aus zur linken Herzhälfte über die Mitralklappe. Davon ausgehend wird unser gesamter Körper mit frischem Blut versorgt.

Unser Herz und seine Anatomie

Allein in einer Minute pumpt unser Herz ungefähr sechs bis sieben Liter Blut. Fluffige 250 Gramm wiegt es bei Frauen, 300 Gramm bei Männern. Frauenherzen sind übrigens nicht nur kleiner, sondern schlagen damit auch etwas schneller. Kein Wunder also, dass wir gefühlsbetonter sind. Wenn wir mal wieder irgendwo hineinstolpern und emotionaler werden, denkt dran liebe Frauen, wir machen das, was uns unser Herz schlägt
;-)…

Herzstolpern
Doch so leistungsstark unser Herz auch ist, so sensibel ist es gleichzeitig.
Krankheiten am Herzen können angeboren sein. Als häufigste auftretender Herzfehler gilt das Hypoplastische Linksherzsyndorm (HLH), bei dem die linke Herzhälfte nicht voll entwickelt und weniger funktionstüchtig ist. Bei Herzkreislauferkrankungen kann es sein, dass unser Herz plötzlich zu langsam schlägt oder aber nahe zu rast.
Eine Bradykardie kommt vor, sobald der Herzschlag unter 60 Schläge pro Minute fällt, wobei man ohnmächtig wird (Synkope). Diagnosen sind eine Erkrankung am Sinusknoten, dem Taktgeber des Herzens (Sick – Sinussyndrom) oder am AV- Knoten (Artrio-Ventrikular-Knoten) sein. In diesem Falle kommt es bei chronischen Erkrankungen meistens zu einer Herzschrittmacherimplantation. Erstaunlich ist dort unsere Medizinforschung und Technik in ihrem Fortschritt. So wurde in Stockholm 1958 der erste Herzschrittmacher im Inneren der Körpers eingesetzt (vorher waren es externe Schrittmacher). Heutzutage sind die Geräte bereits so klein, dass man sie kaum bemerkt. Die Operation ist weniger invasiv als vermutet, da nicht der Herzschrittmacher sondern nur eine Elektrode über eine Vene ins Herz eingeführt wird.
Bei einer Tachykardie steigt die Pulsfrequenz auf über 100 Schläge und mehr pro Minute. Denkbar sind Kammerflimmern, Kammerflattern, Vorhofflimmern oder Vorhofflattern. Lebensbedrohlich ist die ventrikuläre Tachykardie von den Herzkammern ausgehend. Je nach Diagnose kann eine Medikamenteneinnahme oder die Implantierung eines Defibrilators hier eine Therapie sein.

Doppelherz 
Doppelt hält besser. Ein wichtiges Stichwort beim Herzen ist also auch die Vorsorge. Herzerkrankungen können im Alter auftreten durch Folge einer ungesunden Lebens- und Ernährungsweise. Insbesondere das Risiko von Herzinfarkt und von KHK ( Koronarer Herzkrankheit, Erkrankung der Herzkranzarterien) können durch regelmäßige Bewegung, Sport sowie gesunder Ernährung, wenig Alkohol und Verzicht von Zigaretten vermindert werden. Als ideales Hertraining gilt Ausdauersport wie Joggen oder Schwimmen zur Stärkung des Herzmuskels. In Puncto Ernährung hat vor allen Dingen Fisch wichtige Omega 3- Fett – Säuren und Obst und Gemüse enthalten Antioxidantien, die das Herz positiv beeinflussen.
Signale eines Herzinfarkts sollte jeder kennen, damit sie früh genug erkannt werden. Häufig beginnt es mit einem Enge- oder Schmerzgefühl in der Brust, was sich auf weitere Körperregionen ausbreiten kann wie beispielsweise auf die Arme, Schultern, Rücken oder Hals. Bei Frauen können zusätzliche Symptome wie Übelkeit oder Kurzatmigkeit auftreten.

Herztöne
Auf unser Herz zu hören, damit können wir nicht früh genug anfangen.
Wichtig ist eine ausgewogene Lebensweise.
Vor allen Dingen auch weniger Stress und Ausgeglichenheit im Berufs-, Privat- und Gefühlsleben sorgen für Wohlbefinden unseres Herzens.
Perfekt. Mein ultimativer Vorsorgetipp für euch ist deshalb: Falls euch mal wieder euer Herz in die Hose rutscht und ihr zögern solltet, ob ihr ein

Kompliment machen wollt oder nicht, dann im Zweifel einfach mit dem Herzen entscheiden. So denkt ihr ab sofort mehr an eure Gesundheit.
Seinem Herzensmenschen zu sagen, wie sehr man ihm mag, ist also nicht nur eine nette Liebeserklärung oder ein Freundschaftsbeweis sondern Balsam für die Seele und gleichzeitig Vorsorge gegen Herzinfarkt, besser geht’s doch gar nicht, oder?

Weiterführende Links und Tipps:
Herzstiftung, Weltherztag mit Herzinfarkt- Risiko-Test
Onmeda.de, „Das Herz“
Focus, Zehn Fakten zum Herz
Frauengesundheitsprotal, Herz- Kreislauferkrankungen bei Frauen
Galileo, Bodypuzzle Herz

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