umgeblättert

Erwachsen werden wir morgen…?

Zumindest sind wir schon mal volljährig.

Julia Engelmann hat es jedenfalls so treffend in einem Poetry Slam in Worte gefasst. Auch wenn man nicht alles miterleben und mitmachen muss, was Julia beschreibt, so sagt sie etwas wichtiges für mich aus: Erwachsen sein ist nicht schlimm, aber das Älter werden geht so schnell. Genießen wir also den Augenblick, so als wären wir noch Kind mit unendlich viel Zeit – gerade weil wir nicht wissen, wann wir wirklich 100 % erwachsen sind.

„Julia Engelmann – Erwachsen werden.“

 

Poetry Slams sind eine moderne Art Worte und Gedanken melodisch zu verpacken. Sie sind eine neue Gedichtsform. Julia Engelmann durfte sogar schon ihre Peotry Slams in Printform drucken lassen. Sie sind für mich eine Art der Gedichtsform, die gleichermaßen zeigt, dass wir nicht erwachsen werden müssen. Wir können unsere Verse einfach singen und beschwingt bleiben.

Als Kinder schauen wir zu den Großen herauf und denken: „Oh Wunder wie alt die sind“. Mit 16 wünschen wir schon volljährig zu sein und möchten älter wirken. Ehe man sich versieht, nimmt man es als Kompliment auf, wenn man jünger geschätzt wird. Ich darf sogar ab und zu noch meinen Personalausweis in Bars zeigen „yeah!“.

Aber wann werden wir eigentlich genau erwachsen? Gibt es einen Punkt, an dem wir sagen können, dass wir jetzt erwachsen sind?

Mit 18, wenn wir volljährig sind? Wenn wir einen Abschluss in der Tasche haben? Wenn wir einen persönlichen Meilenstein für uns erreicht haben? Wenn wir Verantwortung übernehmen dürfen, sei es bei einer besonderen Aufgabe, für uns oder vielleicht gar für einen anderen Menschen?

Älter werden ist so leicht. Verantwortung zu übernehmen und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, hat was. Trotzdem fühlte es sich als Kind doch so schön unbeschwert an, sodass wir plötzlich gern zurück denken. Wir nehmen die zunehmenden Herausforderungen an und spüren, was es heißt Verantwortung zu tragen, das es im Gegensatz zum Älter werden manchmal gar nicht so leicht ist. Das ‚Kind sein‘ vergessen wir nicht.

Fühlen wir uns wirklich so alt, wie wir sind? Sind wir erwachsen? Zumindest können wir doch

erwachsen sein und trotzdem im Innern das eigene Kind bewahren. Reife und Kind sein schließt sich meiner Meinung nach nicht aus. Vielleicht ist Reife sogar damit verbunden, zu wissen, wie wichtig Kindheit und Kind bleiben sind, ohne das Verantwortungsbewusstsein aus den Augen zu verlieren. Nein darauf dürfen wir stolz sein. Kinder denken nämlich nicht nur, „Wow wie alt ihr seid“, sondern „Wie erwachsen ihr seid und was ihr alles selbst entscheiden und tun dürft“. Ja Erwachsen sein und das Leben selbst gestalten zu können, ist wertvoll und schön. Vor dem Erwachsen sein, brauchen wir keine Angst haben. Aber den Satz zu denken, „man ist nur so alt, wie man sich fühlt“  ist auch vollkommen ok, denn er sagt: „Hey, ich kann auch das ganze Erwachsene mal ausschalten.“ Nur offen gestanden war dieser Satz als Kind wohl mit dem Punkt verbunden, zu wissen, endgültig beim Erwachsen sein angekommen zu sein“  Ohje… oder eben auch nicht ohje.

 

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